
Schnelles Atmen bringt dich zuverlässig in veränderte Zustände. Darum wird es überall angeboten. Wenn du weisst, was dabei im Körper passiert, ist es eine starke Erfahrung. Wenn nicht, ein Schrecken.
Reinigungsritual. CHF 40 bis 120 pro Session. Verkrampfte Hände sind normal, Schwindel auch.
Breathwork ist Atemarbeit, die bewusst einen veränderten Zustand herbeiführt. Die bekanntesten Formen: Holotropes Atmen, Conscious Connected Breathing, die Wim-Hof-Methode.
Gemeinsam ist ihnen schnelles, tiefes Atmen über längere Zeit. Der Körper reagiert darauf messbar. Und genau diese Reaktion erlebst du als Erfahrung.
Die intensive Form bringt dich in Minuten in einen Zustand, den du nicht kennst. Die sanfte Form bleibt unter der Grenze. Beide sind Breathwork. Die Frage ist nicht, wie tief du kommst. Die Frage ist, wer dich zurückbringt.
Ich hab zwei Breathwork-Ausbildungen gemacht. Heute atme ich mit den Menschen fast nur noch sanft. Warum, erzähl ich dir gleich. Zuerst, was das ist.
Breathwork ist Atemarbeit, bei der du durch verändertes Atmen in einen anderen Bewusstseinszustand kommst. Die verbreitetsten Formen: Holotropes Atmen, das in den Siebzigern entwickelt wurde als Zugang ohne Substanz. Conscious Connected Breathing, ohne Pause zwischen Ein- und Ausatmen. Und die Wim-Hof-Methode mit Zyklen aus schnellem Atmen und Luftanhalten.
Allen gemeinsam ist, was im Blut passiert: Schnelles Atmen senkt das Kohlendioxid. Der pH-Wert steigt, die Gefässe im Gehirn verengen sich, das freie Kalzium sinkt. Die Folgen: Kribbeln, Schwindel, Wärme, und in stärkerer Form verkrampfen die Hände und Füsse, so dass du dich nicht mehr bewegen kannst. Das ist harmlos und geht von selbst zurück, sobald du ruhiger atmest. Wer es nicht weiss, erschrickt zu Tode. Und genau das ist der Punkt.
Ein Zustand ist schnell da. Zurückbringen ist das Handwerk.
Vier Formen, die dir begegnen werden. Die ersten drei erzeugen einen Rausch. Die vierte nicht, und die ist die, die ich heute mache.
Stanislav und Christina Grof, Siebzigerjahre, entwickelt als Zugang ohne Substanz, nachdem LSD verboten wurde. Zwei bis drei Stunden schnelles Atmen zu lauter Musik, paarweise, mit einer Begleitperson, die sitzt.
Auch Rebirthing genannt. Durchgehend atmen, ohne Pause zwischen Ein- und Ausatmen, meistens liegend, oft über eine Stunde.
Zyklen aus dreissig bis vierzig schnellen Atemzügen und dann Luft anhalten. Oft mit Kälte kombiniert.
Langsam und ruhig, etwa sechs Atemzüge pro Minute. Kein Rausch. Beruhigt das vegetative Nervensystem messbar. Das ist die Form, die ich heute verwende, eingebaut in einen einzigen Move.

Ein Zustand ist schnell da. Zurückbringen ist das Handwerk.
Drei an die Person, die leitet, eine an dich. Ein Satz ist eine Antwort, zehn Minuten sind keine.
Ein Satz ist eine Antwort. Zehn Minuten sind keine.
Die fünf Fragen, die für jede Leitung gelten, stehen auf einer eigenen Seite: Schau genau hin. Frag nach.
Nicht bei Epilepsie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Aneurysma, Netzhautablösung, Glaukom, Osteoporose, in der Schwangerschaft, und nicht bei Psychose, Bipolarer Störung oder akuten psychischen Krisen. Niemals im oder am Wasser: Wer vor dem Tauchen hyperventiliert, wird unter Wasser bewusstlos, daran sind Menschen gestorben. Bei den starken Formen kommt das Risiko dazu, dass altes Zeug hochkommt und niemand mit Erfahrung daneben sitzt. Im Zweifel redest du vorher mit deiner Ärztin, nicht mit der Kursleitung.
Nach einer starken Sitzung braucht dein Körper Ruhe, Wasser, etwas zu essen. Fahr nicht sofort Auto. Was hochgekommen ist, arbeitet mehrere Tage weiter, und das kann sich unruhig anfühlen, ohne dass etwas falsch läuft.
Wenn es dich überfordert, sprich mit jemandem, der zuhört, ohne zu deuten.
Ruhig bleiben ist die eigentliche Qualifikation.
Rund hundert Workshops bei verschiedenen Lehrern besucht, zwei Breathwork-Ausbildungen, viele Jahre als Schüler bei indigenen Schamanen in Nordamerika und in der Mongolei und bei einem Lehrer in der marokkanischen Wüste. Rund zweitausend Menschen hat er durch Rituale begleitet, sicher hinein und sicher wieder heraus.
Hier steht nur, was er von innen kennt.
Meine Absicht mit diesen Seiten: Ich geb dir Wissen, damit du den Unterschied selber findest. Zwischen schamanischem Bullshit und einem besonderen Erlebnis.
Du kannst einer Workshopleitung ansehen, ob sie eine gewisse Gelassenheit hat. Achte darauf, denn du willst in diesem Ritual sicher sein. Wer in dem Moment, in dem etwas Unerwartetes geschieht, selbst in Panik gerät, kann nicht mehr denken, und dann bist du allein.
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