
Schamanische Traumreisen lassen dich Dinge träumen, bevor sie passieren. Ich mach dir ein praktisches Beispiel aus meiner Zeit im Learning and Development.
Visionsritual im Alltag. Für alle, die Events, Kurse oder Konferenzen machen.
Ich setz mich in die Hotellobby und schau mir den Tag an, wie er sein wird. Wie einen Film. Wo die Menschen reinkommen, wohin sie gehen, wo sie Kaffee holen, wo die nächsten WCs sind, wo abends die Bar ist.
Stopptaste, einzeichnen, vorspulen. Am Ende hab ich einen Plan, den kein Grundriss mir gibt. Und die Menschen haben einen Tag, der läuft.
Das kommt an den Anfang, weil es immer gleich ist. Ich hab leeres Papier dabei. Ich hab Stifte dabei, vielleicht zwei, drei Farben. Das ist alles.
Dann fahr ich an einem Nachmittag in das Hotel und setz mich in die Lobby. So, dass ich möglichst unbeobachtet bin. Kein Laptop, kein Meeting mit dem Bankettleiter. Nur sitzen.
Leeres Papier. Zwei, drei Farben. Eine Lobby.
Eine Konferenz in der Schweiz. Aus ganz Europa sind Menschen zu einem Innovationsworkshop hergeflogen und hergereist. Die Konzeption war von mir, also die Idee, wie das prinzipiell läuft, das Thema, das war alles gesetzt. Dann ging es um die Hotelauswahl.
Und dann sitz ich in dieser Lobby und schau mir an, wie in einem Film, wie der Tag sein wird, wenn die Menschen ankommen. Wie kommen sie an? Wie sind die Ströme? Wo kommen sie rein? Wo ist der Seminarraum? Wie läuft das ab?
Und dann weiss ich einfach: Ich brauche drei, vier Hinweisschilder. Und ich weiss, wo sie stehen müssen. Nicht, weil ich es mir überlegt habe. Weil ich gesehen habe, wo Leute stehen bleiben und schauen.
Ich träume das immer in Sequenzen. Schau an, was passiert, wie es passiert, und mach mir Notizen, damit ich es nachher noch weiss.
Ich hab mehrere Dinge, wie ich das mache. Das eine ist: Ich träum es einmal komplett durch, von Anfang bis Ende.
Und dann das Zweite: sequenzielles Träumen. Für mich hat dieses Träumen die Qualität von einem guten Netflix-Film. Ich kann immer wieder eine Sequenz anschauen, Stopptaste drücken, kurz auf den Plan einzeichnen, und wieder vorspulen. Nächste Sequenz.
Das ist ein detailreiches Träumen, logischerweise gepaart mit Erfahrung. Das Bild von den hundertzwanzig Leuten vor einem WC hab ich nicht erfunden. Das hab ich mal erlebt. Der Traum holt es hervor, bevor es wieder passiert.
Stopptaste. Einzeichnen. Vorspulen.
Die Leute kommen rein. Wo bleiben sie stehen? Wo ist die Garderobe? Wer sagt ihnen, wohin?
Wie gross ist er? Wo stehen die Tische? Wo steht der Kaffee? Wie laufen sie wieder raus?
Wo sind die nächsten? Wie viele? Wenn hundertzwanzig Leute gleichzeitig aufstehen, brauchst du nicht ein WC. Sonst dauert die Pause zwei Stunden. Also: ein Schild, wo die nächstgelegenen sind.
Wo sind sie vorher, wenn sie noch nicht im Raum sind? Wo machen wir den Mikrofoncheck?
Gibt es einen? Wie gross? Wie nah am Raum, wo das Event läuft? Wie sind die Wege im Hotel?
In welchem Raum wird gegessen? Braucht es an der Bar einen Bereich, den wir reservieren lassen, für die grosse Gruppe?
Die Firma brauchte immer ein Sicherheitskonzept. Einmal kurz schauen, was wir brauchen. Und wieder von vorn.
Einmal komplett durch, wie ein Film. Dann sequenziell: anhalten, auf den Plan einzeichnen, weiter. Der Traum holt hervor, was du schon einmal erlebt hast, bevor es wieder passiert.
Mir ging es in allererster Linie immer um die Menschen. Dass die Menschen ein Erlebnis haben. Dass sie Spass hatten an diesen Events. Ich hab diese Fähigkeit wirklich trainiert, um aus einem Event ein Erlebnis zu machen.
Eine Agenda für ein Event, das kann heute jede KI in kürzester Zeit. Wahrscheinlich sogar besser, als ich das jemals im Leben gemacht habe. Aber ein Erlebnisdesign, Räume anschauen, Flows anschauen, das ist auch heute noch super wichtig. Und das als Qualität macht den Riesenunterschied.
Ich würde alle Menschen im Learning and Development wirklich einladen, persönliche Techniken zu entwickeln. Vielleicht hast du längst gute. Dann teil ich hier einfach, wie ich es mache. Vielleicht ist es eine Inspiration. Vielleicht hast du ein Lächeln im Gesicht. Vielleicht sagst du, der hat nicht alle Latten am Zaun. Ist mir ehrlich gesagt egal.
Das ist ein praktisches Beispiel, wo mir die vielen Traumreisen, die ich gemacht habe, ganz praktisch helfen. Nicht im Wald. In einer Hotellobby.
Die Agenda kann die KI. Das Erlebnis nicht.

Die Agenda kann die KI. Das Erlebnis nicht.
Fünfundzwanzig Jahre Learning and Development in rund dreissig Ländern, Konferenzen und Lernformate für Führungsteams. Daneben viele Jahre als Schüler bei zwei indigenen Schamanen in Nordamerika und in der Mongolei und bei einem Lehrer in der marokkanischen Wüste. Rund zweitausend Menschen hat er durch Rituale begleitet.
Hier steht nur, was er selber von innen kennt. Was er nicht gemacht hat, steht hier nicht.
Meine Absicht mit diesen Seiten: Ich geb dir Wissen, damit du den Unterschied selber findest. Zwischen schamanischem Bullshit und einem besonderen Erlebnis.
Am Wochenende in Sursee gehst du selbst in eine schamanische Traumreise, sicher rein, sicher raus. Das Träumen im Alltag kommt danach, mit dem Üben.
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